Crowdfunding

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Crowdfunding – eine Alternative zur Aktiengesellschaft

 

Reisen Deutsche in die Schweiz, wundern sie sich nicht selten über eine Vielzahl kleiner Aktiengesellschaften. Man könnte den Eindruck gewinnen, jede kleine Bergbahn fungiere als AG. Zwar ist die Ein-Personen-AG seit 2008 offiziell zugelassen, aber die Gründungsvoraussetzungen sind dennoch streng – sogar strenger als in Deutschland. Das Mindestkapital beträgt beispielsweise 100.000 Franken, davon die Hälfte in Form von Bargeld oder als Sacheinlage. Für kleinere Projekte ist die Kapitalbeschaffung über Aktien deshalb eher uninteressant. Crowdfunding-Plattformen helfen, auch ohne AG Geld von vielen Investoren einzusammeln.

 

Geldgeber mit wirtschaftlichen Interessen

 

Crowdfunding steht für Schwarmfinanzierung, definiert das E-Book von Cloudkredit.com. Die Wurzeln des Crowdfunding liegen im Bereich der Spendensammlung, auch als Crowddonation oder Crowdsupporting bezeichnet. Einen materiellen Anreiz gibt es dabei nicht, allenfalls eine Belohnung von ideellem Wert. Haben die Investoren dagegen ein Rendite-Interesse, bedienen sie sich entweder des Crowdlendings, das sind Kredite, oder des Crowdinvestings, das sind unternehmerische Beteiligungen. Im ersten Fall erhalten sie Zinsen, im zweiten Fall eine Gewinnbeteiligung. Ein unternehmerisches Risiko wird zwar formal nur beim Crowdinvesting getragen, in der Praxis dürfte aber auch die Kreditsumme in aller Regel verloren sein, wenn das Startup scheitert und zahlungsunfähig wird.

 

Plattformen im Internet

 

Das Internet bringt Initiatoren von Crowdfunding-Projekten und potenzielle Geldgeber zusammen. Für die Initiatoren bieten die Plattformen die Chance einer Selbstdarstellung. Damit gewinnen sie nicht nur Finanzierer, sondern zugleich Fans und Multiplikatoren, die das Projekt bekannt machen. Viele internationale Vermittler für Crowdfunding sind auch in der Schweiz aktiv. Je nach Projekt kann eine auf Schweizer Verhältnisse und Eigenheiten spezialisierte Plattform aber die besser Wahl sein. Lokalhelden.ch ist gebührenfrei, aber Vereinen und Privatpersonen mit gemeinnützigen Projekten vorbehalten. Wemakeit ist schon seit 2012 am Start und aktuell die größte Schweizer Crowdfunding-Plattform. Sie ist viersprachig ausgelegt und erzielt daher hohe Reichweiten. Für Unternehmen, die auf der Suche nach Krediten ohne Einschaltung einer Bank sind, ist Swisspeers eine interessante Adresse. Der Name leitet sich ab von der Peer-to-peer-Finanzierung oder kurz P2P, einer anderen Bezeichnung für Crowdlending.

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